Chinesische Blütenblätter wehten durch die Luft am Tag seiner Geburt. Doch die Schreie seiner wehenden Mutter konnten sie nicht übertönen. Mit einem lauten Platschen gebar sie ihren Sohn direkt ins Blumenbeet. Die Dornen der dort ansässigen Rosen konnten ihm jedoch nichts anhaben. Sein Vater Friedrich kroch aus der Erde und begrüßte seinen Sohn mit einem High Five. Zu diesem Zeitpunkt war keinem der anwesenden Personen klar, dass sich etwa 30 Kilometer entfernt exakt die selbe Szene abspielte. Nur wurde dort ein Hase nicht geboren sondern getötet und statt in ein Rosenbeet fiel er in einen vorbereiteten Römertopf.
Viele Jahre gingen ins Land und aus dem einst nackten Säugling wurde ein schmächtiger nackter Mann. Er verabscheute Kleidung und hielt sich gerne in der Nähe der Vogeltränke auf, wo er hoffte, dass eines der Flattertiere bei Unachtsamkeit von einem Fuchs erlegt wurde.
Doch schon bald zog es ihn in die Ferne, wo er seinen Enkel zu finden hoffte, von dem er bis dato nur Geschichten gehört hatte. In diesen ging es meistens um marodierende Österreicher, die hofften mit ihren Idealen die Menschen dazu zu bewegen, sich regelmäßig den Gaumen zu waschen.
Er sattelte alsbald sein Gnu Hubert, verabschiedete sich von seinen Lieben und stob gen Norden. Schon nach 30 Minuten erreichte er sein Ziel: Eine silber-graue Taverne des Namens Zum stattlichen Fötus. Drinnen saßen hauptsächlich verschmutzte IKEA-Mitarbeiter und ein einsamer rauchender Rabbi. Kesselbrück setzte sich zu ihm und erkundigte sich nach dem besten Getränk des Ladens. Dieser schüttelte nur den Kopf und verwies auf die nicht vorhandene Theke, wo niemand arbeitete. Kesselbrück bedankte sich und verließ das Etablissement.
Er suchte nach einer Stelle für seinen Broterwerb und fand nach 2 Jahren eine Krankenschwester, bei der er einmal pro Monat die Küchenzeile neu streichen durfte. Er tat das nicht gern, doch die Aussicht auf ein Leben ohne Beschäftigung schien ihm trostlos.
Eines Tages fand er unter der Spüle eine Patientenverfügung ihres Hundes. Er hielt das für ein Zeichen des Universums und beschloss, sich mit ihr zu vermählen. Sie nahm seine Avancen dankend an und nach ihrer Heirat in Hanoi zogen sie nach Salt Lake City und eröffneten eine Pantomimenschule.
Doch nach er 700 Mrd. Millisekunden reichte er unter falschem Namen die Scheidung ein und begab sich ins Altersheim, wo er bis heute den Kindern beim Turmspringen zuschaut und Pistazienschalen ausleckt.
